Das Physikstudium kann langwierig sein
Das Physikstudium ist die Ausbildung auf dem Weg zum Diplom-Physiker oder Lehramt an einer Universität bzw. an einer TH. Es gibt darüber hinaus auch noch Bachelor- und Masterstudiengänge in der Physik. Diese stellen heute im Rahmen des Physikstudiums eine zusätzliche Möglichkeit der Ausbildung zum Physiker dar. Zum Physikstudium gibt es keine Zulassungsbeschränkungen. Doch es bestehen natürlich im Rahmen des Physikstudiums dennoch generelle Hürden, die Hochschulen erlassen, um Studenten für die weiterführenden Studiengänge (das Masterstudium und die Promotion) zuzulassen. Diese ist jedoch von Hochschule zu Hochschule sehr unterschiedlich.
Abrecherquote
Dass das Physikstudium nicht leicht ist, das beweist die Tatsache, dass die Abbruchquote in diesem Studium in der Regel bei ca. 30 Prozent liegt. Die Studentenzahlen für ein Physikstudium haben in den letzten Jahren stark zugenommen noch gegen Ende der 1990er Jahre lagt die Zahl derjenigen, die ein Physikstudium aufgenommen haben in Deutschland bei 5000 bis 6000. Inzwischen sind es durchschnittlich jährlich ca. 7000. Dass ein Physikstudium langwierig sein kann, darüber sind sich alle Studienanfänger natürlich bewusst. Dabei beträgt die durchschnittliche Studiendauer 11 Semester beim Diplomstudiengang. Im Bachelorstudiengang sind es 6 Semester. Um den Master-Abschluss zu erreichen benötigt ein Student 4,5 Semester. Das Grundstudium am Beginn des s Physikstudium beträgt zwei Jahre. Danach wird ein Vordiplom gemacht. Danach schließt sich das Hauptstudium an. Den Kern der Ausbildung auf dem Weg zum Physiker bilden dabei die Experimentalphysik, ein physikalisches Praktika und die theoretische Physik. Hinzu kommen dann noch Vorlesungen in Chemie, Astronomie und Informatik sowie Mathematik.
Grundstudium
Wenn sich der Student für die Experimentalphysik entschieden hat, dann folgen nach den zwei Jahren des Grundstudiums die Gebiete Mechanik, Schwingungs- und Wellenlehre. Darüber hinaus gibt es auch Vorlesungen in Akustik, Strömungslehre und der spezieller Relativitätstheorie. Aber auch die Elektrizitätslehre, der Magnetismus, sowie der Bereich der Optik und der Wärmelehre spielen hierbei eine Rolle. Eine sehr große Rolle spielen dann letztlich aber auch die Quantentheorie, sowie die Molekül- und die Atomphysik. Darüber hinaus gibt es natürlich noch sehr viele andere Bereiche, die im Rahmen des Physikstudiums angesprochen werden. Beim Physikstudium werden natürlich auch Haupt- und Nebenfächer unterschieden. Doch letztlich muss jeder auf dem Weg zum Physiker jede Menge Klausuren schreiben und an Kursen teilnehmen. Die Universitäten bieten den Studenten eine reichhaltige Auswahl an Kursen und auch im Bezug auf die Gestaltung des Studiums gibt es viele Freiheiten. Und zwar in Form von Wahlpflichtfächern. Das heißt im Rahmen von einem Physikstudium muss nicht jeder Student jeden Teilbereich der Physik in seinen Kenntnisstand einfügen. Dies trifft auch zu, wenn der Student beabsichtigt ein Lehramtsstudium zu beginnen.
Frühzeitige Entscheidung
Jedoch muss sich der Student im Laufe des Physikstudiums schon frühzeitig entscheiden, ob er nach dem Studium einen Lehrstuhl an einer Universität aufnehmen oder lieber in der freien Wirtschaft sein Geld verdienen möchte. Dabei wird im Schwerpunktfach, dass sich der Student ausgesucht hat, zusätzliche Vorlesungen, Übungen und Seminare zu belegen. Doch an einigen Hochschulen besteht noch immer der Zwang zum Hauptpraktikum. Dies bedeutet eine halb- bis einjährige Mitarbeit an einem Lehrstuhl, der dem Schwerpunkt des Studiums entspricht. Doch viele Universitäten haben dieses Praktikum wegen der Verkürzung der Studienzeit ersatzlos gestrichen.
Foto: EtiAmmos – Fotolia